Wunderwerk Gehirn

Ein Wunderwerk der Natur. Das menschliche Gehirn verfügt über ca. 100 Millionen Gehirnzellen, die miteinander verbunden sind. Das Denken verdanken wir chemischen und elektrischen Vorgängen der Nervenzellen.

Durch Erfahrungen oder gezieltes Lernen entstehen immer wieder neue Nervenverbindungen, die das Gehirn beim Denken nutzt. So lässt sich beispielswiese Intelligenz trainieren, denn diese ist abhängig von der Vielfalt und Art der Verbindungen zwischen den Gehirnzellen.

Wenn das Gedächtnis altert

Bei vielen Menschen macht sich etwa ab dem 50. Lebensjahr eine nachlassende Gedächtnisleistung bemerkbar. Dies kann ein normaler Alterungsprozess sein. Wenn das Vergessen jedoch Beeinträchtigungen im Alltag nach sich zieht (Verlegen von Schlüsseln, Termine versäumt, etc.) und diese immer mehr werden, kann auch Alzheimer dafür verantwortlich sein.

Demenz ist eine Krankheit, die sehr stark, aber oftmals nur schleichend in das Leben der Betroffenen eingreift. Der Beginn der Krankheit wird daher sowohl von Betroffenen als auch Angehörigen leicht übersehen, da kleinere Unsicherheiten in der Merkfähigkeit als „normal“ wahrgenommen werden. Nach und nach kommen aber weitere wichtige Funktionen des Gehirns abhanden. Denk- und Gedächtnisleistungen, Orientierung, Auffassung, Handlungsplanung und Sprache. Daraus resultierend können Veränderungen in Verhalten und Affekt auftreten. Die Persönlichkeit kann sich verändern und demenzkranke Menschen sind dann bald auf Hilfe angewiesen.

Formen von Demenz

Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Demenzform. Von primärer Form wird gesprochen, wenn ohne erkennbare Ursachen Gehirnzellen geschädigt werden. Das heißt, das Gehirn selbst ist das betroffene Organ. Zirka 80 bis 90 Prozent aller Demenzen sind primäre Demenzen und leider auch nicht heilbar. Dazu gehört zum Beispiel auch die Alzheimer-Demenz.

Die Behandlung ist hier medikamentös, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Aber auch Ergo- und Physiotherapie können von Vorteil sein.

Sekundäre Formen der Demenzerkrankung sind Fälle, bei denen das Gehirn nicht das unmittelbar betroffene Organ ist. Die Demenz ist dabei eine Folge anderer Grunderkrankungen, wie Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungserscheinungen oder Vitaminmangelzustände. Diese Arten der Demenz sind gut behandelbar und zum Teil auch heilbar. Dazu gehört die vaskuläre Demenz, die durch die Minderdurchblutung des Gehirns nach einem Schlaganfall auftreten kann, oder die Alkoholdemenz in Folge von Alkoholabhängigkeit.

Durch eine frühzeitige Behandlung der Risikofaktoren kann man einer vaskulären Demenz meist vorbeugen. Weiters werden Physiotherapie und Medikamente für die Behandlung von Begleitsymptomen angewandt.

Umgang mit Betroffenen

·       Das Wichtigste vorweg: Ein demenzkranker Mensch hört niemals auf, eine Person mit eigener Persönlichkeit zu sein. Deshalb muss eine wertschätzende Begegnung auch unter der geänderten Lebenssituation eine Selbstverständlichkeit sein.

·       Ein einfacher und verlässlich strukturierter Alltag ist eine gute Basis für das Leben eines Demenzkranken. Darüber hinaus vermitteln tägliche Rituale Sicherheit und Geborgenheit. (Bsp.: Jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit sanft das Gesicht eincremen).

 ·       Einfache Wahlmöglichkeiten überfordern den Erkrankten nicht und helfen dazu, das eigene Leben so lange als möglich aktiv mitzugestalten. (Bsp.: zwei Jacken zur Auswahl vor dem Spaziergang, zwei verschiedene Mittagessen zur Wahl).

·       Auch leicht anziehbare Kleidung, übersichtliche Wohnräume und eine einfache Sprache helfen im Umgang mit Demenzkranken.

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