Weihnachtsduft liegt in der Luft

Wie Zimt, Anis, Kardamom, Nelken, Piment und Safran unserer Gesundheit gut tun. Weihnachten ohne Zimt ist kein Weihnachten. Der zur Familie der Lorbeergewächse zählende immergrüne Baum (Cinnamomum ceylanicum) ist in Asien beheimatet.

Die begehrte Rinde getrocknet und zu Röhren gerollt oder zu Pulver vermahlen ist Bestandteil zahlreicher Gewürzmischungen. Die Inhaltsstoffe haben eine antibakterielle, antimykotische, antiphlogistische, spasmolytische und karminative Wirkung. Zimt hilft bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Bauchkrämpfen und Völlegefühl und ist in zahlreichen verdauungsfördernden Tonika - z.B. Melissengeist – enthalten. Ein leicht Blutzuckerspiegel senkender Effekt wurde festgestellt.  

Anis (Pimpinella anisum) mag oder mag man nicht - der leicht lakritzähnliche Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Unbestritten ist jedoch seine verdauungsfördernde, entblähende, krampflösende, aber auch appetitanregende Wirkung. Während im alten Rom mit Zucker überzogene Anisfrüchte nach üppigen Mahlzeiten gekaut wurden, reicht man heute Liköre und Schnäpse wie Ouzo, Raki oder Pastis. Anis wird als Gewürz für Brot und Weihnachtsgebäck verwendet, eignet sich aber auch wunderbar zum Verfeinern von Obstsalaten und süßsauren Saucen. In der orientalischen Küche kommt Anis für Suppen, Eintöpfe und Fischgerichte zum Einsatz.

Anis ist wegen seiner antibakteriellen, auswurffördernden und die Speichelsekretion steigernden Wirkung Bestandteil von Bronchial- und Hustenteemischungen.

Während Anis zur Familie der Doldenblütler zählt, ist Sternanis die Frucht eines in China beheimateten Baumes (Illicium verum).

Kardamom (Elletaria cardamomum), ein Ingwergewächs, ist in feuchten Bergwäldern Vorderindiens beheimatet. Verwendet werden die aromatisch riechenden, würzigen, leicht scharf schmeckenden Früchte und Samen. Kardamom bewirkt eine erhöhte Magen- und Gallensaftsekretion und fördert somit die Verdauung. Das ätherische Öl hat eine antibakterielle und antimykotische Wirkung. Die Anwendung von Kardamom in Babylonien ist bereits 700 v. Chr. auf den Tontafeln von Ninive belegt. Heute wird es bei uns zum Würzen von Lebkuchen, Spekulatius, Tee, Likören, Reisgerichten, u.v.m. verwendet. In arabischen Ländern wird es dem Kaffee zugesetzt, um diesen bekömmlicher zu machen.

Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des ursprünglich in den Molukken und südlichen Philippinen beheimateten Gewürznelkenbaums (Syzigium aromaticum).

Oft gemeinsam mit Zimt in Gewürzmischungen für herbstliche kulinarische Genüsse wie Apfel- oder Zwetschkenstrudel verwendet, sind Nelken fixer Bestandteil eines guten Glühweins. Das für den charakteristischen Geruch verantwortliche Eugenol hat antivirale Wirkung. Arzneiliche Verwendung findet das ätherische Nelkenöl aufgrund seiner betäubenden, lokalanästhetischen und desinfizierenden Wirkung in der Zahnheilkunde und bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

Piment (Nelkenpfeffer, Neugewürz), die Früchte eines in Jamaica und Mexico beheimateten Baumes (Pimenta dioica) gehören wie die Nelke zu den Myrtengewächsen. Der Geschmack erinnert an Nelke, Pfeffer, Muskat und Zimt. Piment ist appetitanregend und verdauungsfördernd und wurde aufgrund der antimikrobiellen und fungistatischen Wirkung im 17. Jhd. auch zum Haltbarmachen von Fisch und Fleisch verwendet. Piment ist in zahlreichen Würzmischungen etwa für Lebkuchen, Wild, Geflügel und Wurstwaren enthalten.

Das ätherische Öl wirkt entspannend auf Körper und Geist und kann (z.B. in Kombination mit Mandarine und Zeder) bei Nervosität, Anspannung und Schlafproblemen als Raumduft eingesetzt werden, es ist aber auch Bestandteil zahlreicher Kräuterliköre.

Safran (die Narben von Crocus sativus) gilt als das teuerste Gewürz der Welt - für 1 kg Arzneidroge werden 200.000 Blüten benötigt – oft werden daher Fälschungen feilgeboten. Hauptanbaugebiete des ursprünglich in Griechenland beheimateten Schwertliliengewächses sind Iran, Indien, Griechenland und Spanien. Auch in Österreich wird Safran kultiviert.

Der würzige, zartbittere und scharfe Geschmack von Safran wird in der Küche für Gerichte wie Paella, Bouillabaisse, Tajine und für Süßspeisen genutzt.

Die Anwendung als Heilmittel reicht bereits in vorchristliche Zeit zurück. Eine blutdrucksenkende und aphrodisierende Wirkung  wurde nachgewiesen. Das Gewürz gilt als stimmungsaufhellend - ein Effekt der vor allem in der dunklen Jahreszeit wichtig ist.

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