Sonnenschutz vom unvermeidbaren Übel zum unsichtbaren Begleiter

So ziemlich jeder kann sich an die unliebsamen Zeiten aus seiner Kindheit erinnern, in denen man von den Eltern im Sommer dazu gezwungen wurde, die weißen, meist zähen, pastösen, Cremen im Gesicht und am Körper anzuwenden, bevor man im Wasser seinen Spaß haben durfte.

Einziehen mussten sie natürlich auch noch, daher hieß es dann noch warten, warten und nochmals warten.

Die Rede ist von Sonnencremen, die sich in den letzten Jahren vom notwendigen, patzigen Übel hin zum modernen Lifestyle Medizinprodukt entwickelt haben.

Die Idee hinter Sonnencremen ist, die Haut vor UV-A und UV-B Strahlung zu schützen, die nachweislich für die Hautalterung (UV-A), die Entstehung von Sonnenbränden (UV-B) und von Hautkrebs (UV-A und UV-B) verantwortlich gemacht werden. Das immer größer werdende Wissen über die schädlichen Einflüsse einer zu hohen Sonnenstrahlung auf die Haut hat die Kosmetikhersteller dazu angetrieben Sonnenschutzmittel zu entwickeln, die jedem Hauttyp und jeder Aktivität im Freien gerecht werden. Es existieren einerseits chemische, auf der Haut unsichtbare UV-Filter, andererseits physikalische UV-Filter, welche eine leichte weiße Schicht auf der Haut hinterlassen können.  

Wie wählt man nun das richtige Produkt für seinen Hauttyp aus?
Das erste Kriterium ist, dass die Stärke des Sonnenschutzes bestimmt wird. Hierfür wird der individuelle Licht-Typ beurteilt, welcher von Keltisch (I), über Germanisch (II), dunkelhäutigem Europäer (III) bis hin zu mediterranem Typ (IV) reichen kann. Je nach Hauttyp muss dann ein Sonnenschutzprodukt der Kategorien niedrig, mittel, hoch oder sehr hoch ausgewählt werden. Die Klassifizierung mittels Zahlen 15, 25, 30 und 50+ existiert weiterhin, führt allerdings immer wieder zu Verwirrungen, da hier die Eigenschutzzeit der Haut vor einer UV-B bedingten Hautrötung angegeben wird.

Neben der Stärke des Sonnenschutzmittels werden als zweites Kriterium die kosmetischen Eigenschaften des Produktes zur Auswahl herangezogen. Der Kunde kann zwischen Zubereitungen wählen, welche vornehmlich für das Gesicht, den ganzen Körper oder aber für empfindliche Kinderhaut geeignet sind. Diese Zubereitungen unterscheiden sich vor allem in der Textur, das heißt ob sie als Creme, Milch, Fluid, Gel oder Spray zur Verfügung stehen und so trockene Haut pflegen oder fettige Haut nicht glänzend wirken lassen. Zubereitungen für Kinder sind meist wasserresistenter und abriebfester als Zubereitungen für Erwachsene.

Moderne Sonnenschutzmittel können, wenn sie richtig angewendet werden, vor UV-bedingten Hautproblemen schützen. Sie sollten allerdings nicht als Ersatz für einen maßvollen Umgang mit UV-Strahlung gesehen werden. So ist eine direkte Sonneneinstrahlung für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet und auch Erwachsene sollten längere Aufenthalte in der Mittagszeit zwischen 12:00 und 16:00 vermeiden.

Sollten Sie auf der Suche nach ihrem perfekten Sonnenschutzprodukt sein, zögern Sie nicht uns anzusprechen, wir helfen gerne bei der Auswahl oder bieten Ihnen Proben an, um die einzelnen Produktunterschiede für Sie fühlbar zu machen. 

Text: Mag. pharm. Johannes Hochleitner PhD

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