Hilfe aus dem Pflanzenreich

Gelenksschmerzen, Rückenschmerzen, Probleme mit Sehnen und Bändern - jeden kann es treffen. Egal ob durch Überbelastung, verletzungsbedingt oder auf Grund rheumatischer Beschwerden. Es gibt pflanzliche Helfer, um mobil zu bleiben.

Das Gemmomazerat der Bergkiefer (Pinus mugo) wirkt vitalisierend auf Knochen und Gelenke, regeneriert und stärkt die Gelenkknorpel, fördert die Elastizität von Sehnen & Bändern und ist entzündungswidrig.

Bekannt ist allen Wanderern dieser Baum der als Latsche – eine Unterart der Bergkiefer - weit oben im Gebirge allen Wettern trotzend die unwirtlichsten Plätze erklimmt und stets Halt findet. Das Ätherische Öl dieses Baumes wird in verdünnter Form auch für ölige oder alkoholische Einreibungen bei Gelenks- und Muskelschmerzen, sowie rheumatischen Erkrankungen und bei Atemwegsproblemen verwendet.

Bambus (Bambusa arundinaceae), die an Kieselsäure reichste Pflanze, ist einerseits Strukturgeber, andererseits unterstützt sie die Beweglichkeit und Elastizität und lindert Gelenksschmerzen.

Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) wird bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates, rheumatischen Beschwerden, Arthrose, bei leichten unspezifischen und entzündungsbedingten Rückenschmerzen eingesetzt.

Unterstützend zu diesen drei Pflanzen wirkt das Lithopräparat Chalkopyrit oder Buntkupfer, ein kupfer- und eisenreiches Mineral, welches die Entgiftung unterstützt, Ablagerungen löst und als entzündungswidrig gilt.

Genuss im Übermaß

Manch Lebensumstände, wie zu viel Fleischkonsum, zu viel Alkohol, zu viel Kaffee, zu viel Säure, öffnen der Gicht Tür und Tor, das Zipperlein ruft.

Eine Mischung, die harntreibende und entzündungshemmende Komponenten enthält, kann da Erleichterung bringen.

Die Brennnessel (Urtica dioica, Urtica urens) wird wegen ihrer diuretischen und „Nieren - reinigenden“ Wirkung zur Durchspülungstherapie und als Adjuvans bei Beschwerden des rheumatischen Formenkreises (Rheuma, Gicht) verwendet. Sie wirkt antiphlogistisch und analgetisch. Die gemeinhin, weil überall vorkommend, als Unkraut geltende Pflanze ist eine der wertvollsten Kultur - und Heilpflanzen und ist in allen Teilen verwendbar.

Das Gemmomazerat der Besenheide (Calluna vulgaris) stärkt die Nieren und regt die Entgiftungsfunktion  an. Es wirkt harnflussfördernd und wird u.a. bei Gicht und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Weiters wird die Tätigkeit der Milz reguliert.

Das Gemmomazerat der Esche (Fraxinus excelsior) regt die Harnsäure-Auscheidung an und reguliert den Purinhaushalt. Es hat einen allgemein entgiftenden Effekt durch Anregung der Leberfunktion. Esche ist entzündungshemmend und schmerzlindernd bei chronischen Geschehen und gilt als vitalisierendes Altersheilmittel.

Es kommt zu einer Anregung des Stoffwechsels, einer erhöhten Ausscheidungstätigkeit über die Niere und einer Regulierung des Fettstoffwechsels. In der Volksmedizin verwendet man die Esche bei leichten Gliederschmerzen, bei Rheuma, Gicht und Blasenleiden zur Erhöhung der Harnmenge und zur Durchspülung der Harnwege.

Kühlende Auflagen mit Arnikagel, Salben mit Beinwell, wärmende Einreibungen mit Aconitöl, Schüßlersalze Nr. 3, 8, 9 als Hauptmittel, Birkenblättertee evtl. kombiniert mit Mädesüß sind je nach Beschwerdebild sinnvolle Ergänzungen.

Autor: Mag. pharm. Gudrun Walcher

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