Der Duft der Rose

Die Königin der Blumen – die Rose – gilt als Symbolpflanze der Liebe und Schönheit und wurde bereits in der Antike als Universalheilmittel verwendet. In allen Kulturen verbindet man mit der Rose etwas Besonderes.

So wurden zu Ehren hoher Gäste Rosenblätter gestreut und unter Rosen Gesagtes galt als absolut vertraulich. Kleopatra soll ihre erste Liebesnacht mit Antonius auf Rosen gebettet verbracht haben.

Die wild vorkommende Hundsrose erfreut uns im Herbst mit ihren rotleuchtenden Hagebutten. Diese sehr Vit C reichen Scheinfrüchte lassen sich zu einem erfrischenden Tee und zu einer wunderbaren Marmelade verarbeiten. Das Entkernen ist jedoch eine Herausforderung, da die feinen, mit Widerhaken versehenen Härchen Juckreiz verursachen. Die nach Vanille schmeckenden Kerne werden in der Volksmedizin als Kernletee bei Nieren- und Blasenleiden, in der Kosmetik zur Herstellung eines hautpflegenden Öls verwendet.

Hagebuttenpulver hat durch den Gehalt an Galaktolipiden auch eine schmerz- und entzündungslindernde Wirkung.

Beim Räuchern verströmen die Kerne einen einzigartigen süßlich, aromatischen Duft und schenken das Gefühl von Harmonie und Vertrauen.

Die Blütenblätter der Rose werden aufgrund ihres Gerbstoffgehaltes bei leichten Entzündungen des Mund- und Rachenraumes und der Haut verwendet. In der Volksmedizin wird die Rose bei Frauenleiden und zur Nervenstärkung bei Unruhe und Stress eingesetzt. Das Gemmomazerat der Hundsrose reguliert das Immunsystem und mobilisiert die Vitalkraft.

Rosenhydrolat beruhigt sehr empfindliche Haut und wird in Kosmetik und Babypflege eingesetzt. Rosenwasser gemischt mit Orangenblüten- und Hamameliswasser ergibt  ein wunderbares Duftwasser zur Erfrischung der Haut. Aber auch in der Küche - zur Aromatisierung von Getränken und Süßspeisen, wie z.B. Marzipan - darf echtes Rosenwasser nicht fehlen.

Die Seele der Rose findet sich jedoch im ätherischen Rosenöl.

Das der Damaszenerrose ist vom Charakter her betörender und schwerer, das der Apothekerrose frischer und lieblicher. Für die Herstellung von 1 Liter Rosenöl werden 5 Tonnen Blütenblätter benötigt, wodurch sich der hohe Preis erklärt. Rosenöl gilt als ausgleichend und entspannend -  und wird zur Minderung von Angst- und Spannungszuständen bei Stress, Schlafstörungen und Depressionen, in der Geburtshilfe und Sterbebegleitung eingesetzt. Äußerlich wird ätherisches Rosenöl bei viralen Infektionen – wie z.B. Herpes - und bei rissiger und regenerationsbedürftiger Haut verwendet.

Keine Rose ohne Dornen – botanisch gesehen handelt es sich jedoch um Stacheln, was der Anziehungskraft der majestätischen Schönheit jedoch keinen Abbruch tut!

Mag. pharm. Gudrun Walcher

APO - APP der österreichischen Apothekerkammer

Die kostenlose Apo-App der  zeigt alle Apotheken in Ihrer Umgebung via GPS-Ortung mit tagesaktuellen Daten. Erhältlich für Smartphones mit Android, iOS oder Windows Phone.

TIME-Tipps

Time Tipp

Ab sofort gibt es unsere „TIME-Tipps“ in jeder Ausgabe unserer Kundenzeitung regelmäßig zum Nachlesen. So erstellen Sie Ihr eigenes Gesundheits-Lexikon!

Kundenkarten online bestellen und sofort profitieren!