Cooler Sommer mit kühlen Kräutern

Wenn die Sonne unerbittlich vom Himmel scheint und es so richtig heiß ist, bietet die Natur zahlreiche Kräuter, die auf den Körper einen kühlenden Effekt haben.

Salbei (Salvia officinalis)

Salbei gehört zu den Klassikern der kühlenden, schweißhemmenden Kräuter. Vom Salbei gibt es unzählige Arten – ob Mandarinensalbei, Ananassalbei… alle sind kulinarisch ein Hochgenuss – was die Inhaltsstoffe und Wirkung betrifft, ist nur der Dalmatinische Salbei der arzneilich verwendete. Wirksame Bestandteile sind die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe und das ätherische Öl.

Äußerlich kann Salbei für kühlende Waschungen z.B. bei Nachtschweiß oder bei vermehrtem Schwitzen in den Wechseljahren eingesetzt werden. Dazu wird Salbei in Form einer 1:10 verdünnten Tinktur, eines Tees oder als Hydrolat verwendet.

Innerlich als lauwarmer oder kalter Tee getrunken, kann Salbei die Schweißproduktion um bis zu 50 % reduzieren. Der Geschmack von Salbei ist nicht jedermanns Sache. Damit er nicht zu bitter wird, hilft eine kurze Ziehzeit, das Mischen mit anderen wohlschmeckenden Kräutern wie Zitronenmelisse und Hibiskusblüten und der Zusatz von Zitronensaft.

Alternativ gibt es Salbei in Kapselform und als Tinktur.

Muskatellersalbei (Salvia sclarea)

Ein Verwandter des Salbeis mit balsamisch würzigem, stark aromatischem, leicht zitronigem Duft wird zur Herstellung des gleichnamigen  ätherischen Öls verwendet.

Sowohl der dalmatinische als auch der Muskatellersalbei werden gegen übermäßiges Schwitzen eingesetzt, Muskatellersalbei wirkt zusätzlich körperlich entspannend und schenkt Gelassenheit.

Pfefferminze (Mentha x piperita)

Die Pfefferminze, eine Kreuzung zwischen Bachminze und Krauseminze, ist Bestandteil vieler Teemischungen für Magen, Darm, Galle und Leber.

Bekannt ist die krampflösende und Magennerven beruhigende Wirkung. Pfefferminze wird weiters gerne als Geschmackskorrigens verwendet.

Das ätherische Öl der Pfefferminze wirkt durch seinen kühlenden Effekt wohltuend bei Spannungskopfschmerzen aber auch bei  Sportverletzungen. (Die schmerzstillende Wirkung beruht auf dem Menthol, das die Kälterezeptoren aktiviert. Dadurch wird die Schmerzleitung blockiert und der Schmerz weniger wahrgenommen.)

In den arabischen Ländern ist Pfefferminztee besonders beliebt, da er durch das enthaltene Menthol erfrischend und kühlend wirkt. Heiß getrunken ist dieser Effekt noch besser. Ein mit frischen Minzblättern zubereiteter Tee ist an heißen Sommertagen etwas Wunderbares.

Minze sorgt für einen kühlen Kopf an heißen Tagen und wer es doch lieber kalt mag – etwas frische Minze, Melisse und ein paar Zitronen- oder Orangenscheiben in einem Krug Wasser ergeben ein erfrischendes Getränk.

von: Mag. pharm. Gudrun Walcher

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